Billerbeck: moderne, offene Stadt für alle, unabhängig von Geschlecht, Behinderung, Herkunft, etc.

SPD Fraktion stellt Antrag: Kommunale Stellenausschreibungen müssen sich zur Chancengleichheit aller Menschen bekennen

Der Antrag der SPD Fraktion zur Frauenförderung und Chancengleichheit für Menschen mit Migrationshintergrund sowie die Gleichbehandlung von schwerbehinderten Menschen bei kommunalen Stellenausschreibungen wird in der nächsten Ratssitzung behandelt:

Und das fordern wir:
„Der Rat der Stadt Billerbeck möge beschließen, nachfolgenden Passus in zukünftigen kommunalen Stellenausschreibungen anzufügen:

Die Stadt Billerbeck fördert in vielfältiger Hinsicht aktiv die Gleichstellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Wir begrüßen daher Bewerbungen von Frauen und Männern ausdrücklich unabhängig von Behinderung, kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung oder sexueller Identität.
Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Die Stelle ist teilbar.„
Und das ist unsere Begründung:
„Die Bevorzugung von Frauen bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung berührt das Kernstück bundesrechtlicher Gleichstellungsregelungen und findet sich in der sogenannten einzelfallbezogenen Quotenregelungen des § 8 BGleiG sowie die Regelungen zur Qualifikationsfeststellung und die Benachteiligungsverbote in § 9 BGleiG wieder.In der Ausschreibung ist darauf hinzuweisen, dass Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht sind und Frauen bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt werden, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen (§ 7 LGG-NRW).Die Möglichkeit der Teilbarkeit einer Stelle, insbesondere bei Führungspositionen, erleichtert Frauen den Aufstieg in diese Führungspositionen.Bis auf die Gemeinde Havixbeck haben alle Nachbargemeinden der Stadt Billerbeck und der Kreis Coesfeld ähnliche Passagen in ihren Stellungsausschreibungstexten eingebunden.
Mit der Übernahme des o. a. Passus würde sich die Stadt Billerbeck in der Außenwirkung als moderne, offene Stadt für alle Bürger, unabhängig von Geschlecht, Behinderung, Herkunft, Religion, etc. positionieren.
Auch die Stadt Billerbeck steht im Wettbewerb mit den Nachbarkommunen um die besten Köpfe für eine effiziente Verwaltung. Für potenzielle Bewerber und Bewerberinnen zählen hier immer mehr die sogenannten „weichen“ Faktoren.“