Fraktion

SPD Fraktion hält am KITA Standort am Don Bosco Schulgebäude fest

Das Beste für unsere Kinder

Der Rat der Stadt Billerbeck wird noch einmal über den Standort eines dreizügigen Kindergartens beraten. Hier noch einmal unsere Argumente:

Der von der Bürgermeisterin und der CDU-Fraktion favorisierte Standort an der Ludgerigrundschule ist aus Sicht der SPD-Fraktion nicht geeignet.Wir halten die von der Bürgermeisterin und der CDU-Fraktion vorgenommene Bewertung der Faktoren für nicht überzeugend und teils willkürlich gewählt. Weder die Nähe oder Distanz zu anderen Einrichtungen, noch die langfristige Perspektive, dass sich an zentraler Stelle später eine bessere Vermarktung des neu zu schaffenden Kindergartengebäudes als Wohnfläche realisieren lässt, sollte nach unserer Auffassung bei der Standortwahl ausschlaggebend sein.

Der SPD-Fraktion geht es um die kommenden Generationen Kindergartenkinder in Billerbeck und was für diese das Beste ist bzw. was ihnen schaden könnte!

Nicht unerhebliche Nachteile erwarten wir für die künftigen Kindergartenkindern an dieser zentralen Fläche:

So halten wir insbesondere die vorhandenen Lärmimmissionen durch den „Hagen“ für schädlich. Der „Hagen“ ist Hauptverkehrsader Billerbecks. Vom frühen Morgen bis in die Abendstunden wird die Straße von PKWs, Motorrädern und Schwerlastverkehr befahren und führt genau an dem angedachten Standort vorbei. Die vorhandene Ampelanlage sorgt für eine Rückstauzone mit temporär zusätzlichen Lärm- und Schadstoffbelastungen direkt vor der Tür der angedachten Einrichtung. Die Bürgermeisterin ist den Nachweis schuldig geblieben, dass die ohnehin schon stark frequentierte Stichstraße, die Schulstraße, durch den zu erwartenden zusätzlichen Personenverkehr nicht über Gebühr belastet wird. Zusätzlich zum Bring- und Holverkehr der Schulkinder kommt dann der Elternverkehr der Kindergartenkinder und bringt die anliegenden Bereiche an die Belastungsgrenze oder führt sogar zum Verkehrskollaps.

Damit einher gehen nicht kalkulierbare Unfallrisiken, bei denen die schwächsten Verkehrsteilnehmer (Fußgänger und Radfahrer) zu Schaden kommen können. Und auch für die Menschen, die vor Ort konkret betroffen sind, werden die steigenden Lärm- und Abgaspegel zur zusätzlichen Belastung. Mit ihnen wurde bisher offensichtlich noch nicht gesprochen, weshalb es jetzt vermutlich zu einer Bürgeranregung gekommen ist. Eine Beteiligung der Bürger im Vorfeld wäre durchaus sinnvoll gewesen.

Als weiteres Manko sieht die SPD-Fraktion die Tatsache, dass das Außengelände lediglich die gesetzlich verlangte Mindestfläche bietet. Es gibt somit wenig bis keine räumliche Entfaltungsmöglichkeit für pädagogische Anforderungen und die Bewegungsförderung der Kinder im Spiel.

Hinzu kommt, dass für die Errichtung des Gebäudes an der Ludgerischule mindestens zwei gesunde Bäume gefällt werden müssen, die erst vor wenigen Jahren gepflanzt wurden.

Aufgrund dieser grundsätzlichen Ausschlusskriterien, halten wir den Standort an der Schulstr.  nach Abwägung aller Argumente für absolut ungeeignet für den Neubau eines Kindergartens.

Bereits im März 2016 haben wir eine realisierbare Alternative unter dem Arbeitstitel „Billerbecker Bildungs- und Begegnungszentrum (kurz: BBB)“ unterbreitet, die wir nach wie vor unter Einbeziehung und Abwägung aller neuen Argumente für die sinnvollste Lösung halten.

Wenn wir schon über den Kindergartenbedarf hinausgehende Nutzungen diskutieren müssen     -was wir zum jetzigen Zeitpunkt für überflüssig halten-, dann lassen Sie uns den Bedarf an zusätzlichen Räumen für Begegnung, VHS, Musikschule etc. in den Blick nehmen und direkt mitrealisieren. In zentraler und ruhiger Lage steht eine große städtische Freifläche am ehemaligen Hauptschulgebäude zur Verfügung, die über eine eigene Erschließung problemlos erreichbar wäre. Durch die räumliche und organisatorische Nähe zur Schule ergeben sich wiederum weitere Synergien, die wir ebenfalls in unserer Stellungnahme vom März 2016 in den Blick genommen haben.

Uns ist vorrangig das Wohl und die Gesundheit der Kindergartenkindern der nächsten Jahre wichtig und da sehen wir den Standort am Don-Bosco-Schulgebäude als wesentlich geeigneter an als den am Ludgeristandort.

Richtig ist: beide Standorte sind realisierbar, aber es geht um die Gewichtung der Sachargumente. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.