Antrag

Freiwillige Bezuschussung des Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung e.V. mit zweckgebundenen Mitteln

3. Begleitantrag zum Haushalt 2018 auf den Weg gebracht

So lautet der Beschlussentwurf:

In den Haushalt der Stadt Billerbeck wird ein noch näher zu bestimmender Betrag (mindestens 2.000,00 €) eingestellt, der dem Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung für die Kastration von Fund-Katzen aus Billerbecker Gebiet zur Verfügung gestellt wird. Diese freiwillige zusätzliche Zahlung soll zweckgebunden sein.

Begründung:

Die Unterbringung und Versorgung von Fundtieren ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die unter die Pflichtaufgaben der Kommunen fällt. Im Allgemeinen erfüllen diese Aufgabe Tierschutzvereine / Tierheime, mit denen die Kommunen Fundtierverträge schließen, in denen die Konditionen geregelt werden. Im Falle von Billerbeck und weiterer Kommunen aus dem nördlichen Kreis Coesfeld bestehen diese Verträge mit dem Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung.

Die Kommunen sind bisher jedoch nur verpflichtet, die Kosten für Unterbringung und Versorgung der Tiere zu tragen (Personalkosten, Futter, Wasser, Strom, etc.), nicht jedoch die Kosten für die medizinische Versorgung der Tiere (Entwurmung, Entflohung, Impfung, sonstige Behandlung), eben so wenig die Kosten für Kastrationen.

Diese Kosten werden ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden aufgebracht!

Die ungewollte Vermehrung verwilderter und halbverwilderter Katzen ist schon seit Jahren ein Problem, doch seitdem für NRW ein Katzenabschussverbot erlassen wurde, ist die Zahl der Fundkatzen sprunghaft angestiegen, die sich darüber hinaus häufig in einem schlechten Gesundheitszustand befinden. Das Tierheim wird mit der Unterbringung kaum noch fertig und die Kosten für tierärztliche Versorgung und Kastration der Tiere übersteigen die Möglichkeiten des Tierschutzvereins.

Die Landesregierung lässt die Tierschutzvereine mit den Folgen des Abschussverbotes im Regen stehen und beruft sich auf die Einführung einer Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht. Diese würde jedoch bei der o.g. Gruppe von Katzen nicht greifen, die ja hier das größte Problem darstellt.

Die Kosten für die Unterbringung der Fundtiere, die durch die Stadt Billerbeck zu tragen sind, haben sich auf diese Weise inzwischen nahezu verdreifacht.

Der Tierschutzverein kämpft durch Kastrationen gegen diesen unhaltbaren Zustand an, doch die zur Verfügung stehenden monetären Mittel reichen bei Weitem nicht aus. Auch die Gelder, die der LANUV zur Verfügung stellt, sind viel zu schnell erschöpft. Dem Tierschutzverein droht, wie vielen anderen Tierschutzvereinen im ländlichen Raum, auf Dauer der Kollaps.

In Anbetracht dieser Tatsache, sollte die Stadt dem Verein Mittel zur Verfügung stellen, um das Übel bei der Wurzel zu packen und die Zahl der ungewollten Katzenbabys nachhaltig reduzieren zu können. Nur so können die Kosten langfristig gesehen gedrückt und das Katzenelend, sowie die Übertragung ansteckender Krankheiten eingedämmt werden.